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GGS Sürster Weg
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Gemeinsames ZdI-Projekt von Hochschule und GGS Sürster Weg
Stromkäfer bauen, Styroporprofil mit einem 3D-Schneider herstellen und Fingerabdrücke nehmen hießen die handlungsorientierten Projekte. Herr Prof. Dr. Kaul und Frau Mekelburger sowie weitere Mitarbeiter vom Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften, Institut für Detektionstechnologien von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg haben die Klasse 4c der GGS Sürster Weg mit ihrer Klassenlehrerin, Frau Beulmann, an zwei Vormittagen im Februar 2012 zu Experimenten in ihre Räume eingeladen. Die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Grundschule fand im Rahmen des Projekts „ZdI – Zentrum Bildungsregion Rheinbach“ (Zukunft durch Innovation) statt. Frühzeitig soll der Nachwuchs in den MINT – Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik gefördert werden.
Ein Käfer zeigt, ob Strom fließt. Wenn ein elektrisch leitendes Material zwischen seine Greifarme geklemmt ist, zeigt er das durch das Leuchten seiner LED-Nase und das Wackeln seines Motor-Pos an. Die Viertklässler bauten den Käfer aus Bauteilen wie Platine, Widerstände, Transistorschalter, Leuchtdiode, Motor und Batterien nach einem vorgegebenen Schaltplan. Hierbei lernten sie den Umgang mit dem Lötkolben. In Partnergruppen studierten sie die Bauanleitung. Nachdem die Platine bestückt war, wurde der Käfer mit Batteriefach, Motor und Drähten zusammengebaut. Später versorgten die Batterien die Leuchtdiode und den Motor mit Spannung und Strom. Der Transistor funktionierte in dieser Schaltung wie ein Ein/Aus-Schalter. Nur wenn zwischen den Greifarmen des Käfers ein Leiter (z.B. Metall) angebracht wurde, leuchtete die Leuchtdiode auf und drehte sich der Motor.
Den eigenen Namen dreidimensional aus einem Styroporblock zu schneiden, das interessierte Henri und seine Klassenkameraden. Im Computer wurde der Namenszug HENRI vorgezeichnet. Die Programme, mit denen man die Zeichnungen machen kann, heißen „CAD-Programme“. Die Maschinen, die von einem Computer gesagt bekommen, wie sie schneiden sollen, nennt man „CNC-gesteuerte Maschinen“. Die Maschinen können schneiden, bohren, schrauben oder schweißen. Sie können Metall, Holz oder Kunststoff verarbeiten. Am Ende hielt Henri stolz seinen dreidimensionalen Namensschriftzug in der Hand.
Das dritte Projekt führte die Schüler in die Welt der Daktyloskopie (Fingerabdruckverfahren). Fingerabdrücke, Handflächen und auch Fußsohlen sind von markanten Hautleisten überzogen. Die Hautleisten sind bei jedem Menschen anders ausgeprägt und werden durch Altern und Umwelteinflüsse nicht verändert. Zoé und Phillip konzentrierten sich auf ihr Experiment. Sie reinigten ein Weinglas. Mit verschwitzten Fingern fasste Phillip das Glas an. Zoé suchte einen guten Abdruck, nahm einen großen Quastenpinsel, trug schwarzes Pulver auf und nahm den Abdruck mit dem Klebestreifen auf. Die Daktyloskopie gilt als sicheres Verfahren zur Zuordnung von Spuren zu bestimmten Personen.
Zusammenfassend stellte das Hochschulteam mit Prof. Dr. Kaul an den beiden ZdI-Projettagen fest: „Es ist einfach schön zu sehen, wie die Kinder sich für die Naturwissenschaften begeistern können und ihren Spaß haben.“.




