Die GGS Sürster Weg erhält das „Gütesiegel Individuelle Förderung“

Auf der Fachtagung in Neuss nahm die Delegation der GGS, Frau Beulmann, Frau Dr. Busch, Frau Fehrmann und Frau Motz, im Juli 2011 das „Gütesiegel Individuelle Förderung“ entgegen.

Unsere Schule versteht sich als Haus des gemeinsamen Lebens und Lernens im Zeichen von Tradition und Innovation. Die Hervorhebung der Individualität des Schülers wird auch beim Leitbild der von Schülern, Lehrern und Eltern gemeinsam erarbeiteten Erziehungsvereinbarung der GGS Sürster Weg evident. „In der Schule wird man mich erkennen und schätzen als jemanden, der einmalig ist auf der Welt, unverwechselbar – (Zitat nach Ute Andresen). Schule wird hier vor allem als ein Ort der Selbstentdeckung und des inneren Wachstums, einem Ort, an dem die Kinder ihre Identität erproben können, verstanden.

Die Fachtagung in Neuss, zu der die Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, Frau Sylvia Löhrmann, eingeladen hatte, sollte den Auftakt zur Bildung eines Netzwerkes „Schule der Zukunft – Netzwerk Individuelle Förderung NRW“ bilden.

Nach dem musikalischen Auftakt der „Jazzination“, Big Band der Gesamtschule Iserlohn, leitete die WDR-Moderatorin Beate Kowollik zu der Eröffnungsrede von Frau Ministerin Löhrmann über. Diese betonte „Erziehung und Bildung muss sich durch das Verstehen des Einzelnen definieren. … Selbstgesteuertes Lernen ist der Fokus des pädagogischen Bewusstseins.“ So müssen Schüler befähigt werden, durch Individuelle Förderung ihren eigenen Platz in der Gesellschaft zu gestalten. Eben diese Art der Individuellen Förderung bedeutet nicht eine Reihe von Fördermaßnahmen sondern das Bewusstsein um soziale Verantwortung. Jeder Unterricht muss Förderunterricht sein. Jede Schule muss Förderschule sein. Nachhaltiges Lernen muss der Vielfalt und Individualität Rechnung tragen. Dies soll durch professionelle Zusammenarbeit und Vernetzung der Schulen in NRW erreicht werden.
Prof. Dr. Michael Schratz von der Universität Innsbruck griff in seinem Festvortrag die Bedeutung der kollegialen Kooperation und der Vernetzung auf. Er betrachtet den Schritt vom Ich zum Wir, von meiner Klasse zu unserer Schule als Musterwechsel in der Schulkultur. Die Schule entwickelt sich zur „Lernenden Schule“, „die von der Kreativität und der Kraft ihrer einzelnen Mitglieder vorangetrieben wird“.

Einem musikalischen Intermezzo folgte die Gesprächsrunde mit Schulleitern, Schulaufsicht und Vertretern der Wissenschaft. Die Erfahrungsberichte zeigten, dass der Netzwerkaustausch im Rahmen Individueller Förderung Gewinne für Schüler und Lehrer optimieren kann.

Vor dem musikalischen Ausklang und der Möglichkeit des Austausches fand die Festliche Verleihung des „Gütesiegels Individuelle Förderung“ statt. Die GGS nahm das Gütesiegel als eine von 14 Schulen der Bezirksregierung Köln entgegen.

Die Weiterarbeit, der Vielfalt und Individualität Rechnung zu tragen, der kollegiale Austausch mit anderen Schulen und Schulsystemen sowie die Arbeit in Netzwerken werden zukünftige Aufgaben der GGS sein.

Fotos: Udo Geisler, Stiftung Partner für Schule NRW,
und www.chancen-nrw.de